Eins und eins macht eins

In jüngerer Zeit gehen von Facebook, Twitter und Co. vielfach kollaborativer Schreibprojekte aus. Was passiert, wenn Texte von dort wieder ins Buchmedium zurückübersetzt werden? Welche ästhetischen Qualitäten können durch visuelle, intermediale Bezüge zwischen Buch und Facebook entstehen? Für den ersten Band der Reihe wurde eigens eine Facebook-Seite angelegt. Dort habe ich sieben Buchbegriffsdefinitionen aus Kultur, Wissenschaft, Buchmarkt und Design typografisch in Szene gesetzt und zur Online-Diskussion gestellt. Anschließend habe ich zwei der Pinnwandeinträge mit den dazugehörigen Kommentaren beispielhaft in ein experimentelles Buchlayout übersetzt. Im Buch werden Filme, Fotos, etc. durch QR-Codes ersetzt und dadurch ins Internet ausgelagert. Die Dialoge der Leser treten so in den Vordergrund und erhalten eine höhere Wertigkeit als im Layout der Facebook-Seite. Weiterhin habe ich durch Einzüge inhaltliche Verwandtschaften zwischen einzelnen Kommentaren visualisiert: Inhaltlich sich ähnelnde Kommentare haben gleich weite Einzüge. Seitenverweise neben Kommentaren verweisen auf themenverwandte Pinnwandeinträge. Dadurch kann die Facebook-Seite durch das Buch auch quergelesen werden.

2012 / 135 × 225 mm / 72 Seiten